Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
Branche Bildungswesen
Web https://www.ip.mpg.de/de/

Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb als Arbeitgeber

Marstallplatz 1, 80539 München

Im Mittelpunkt der Forschung am Institut stehen die Erforschung von Innovations- und Wettbewerbsprozessen sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für die Gestaltung der Rahmenbedingungen für diese Prozesse. Die Forschungsfragen werden in einer rechtswissenschaftlichen und einer wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung untersucht.


Das Institut wurde im Jahr 1966 als Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht gegründet. Nach der Einrichtung einer neuen wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung wurde es im Jahr 2013 umbenannt in Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb.


Das Institut hatte sich seit seiner Gründung vor 50 Jahren der wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung des Immaterialgüter- und Wettbewerbsrechts gewidmet. Es hat dabei wichtige Gesetzgebungsprozesse auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene durch weit gefächerte Forschungsbeiträge angestoßen und begleitet. Mit der Erweiterung des Instituts um eine wirtschaftswissenschaftliche Abteilung im Jahr 2013 wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass rechtswissenschaftliche Aspekte für die Regulierung dieser Prozesse nicht allein ausschlaggebend sind. Vielmehr bilden ökonomische Betrachtungen für Rechtswissenschaftler ein wichtiges, komplementäres Instrumentarium im Hinblick auf die Wirkungen von Rechtsnormen. Umgekehrt stützen sich Ökonomen vermehrt auf rechtswissenschaftliche Erkenntnisse, um die betrachteten Prozesse und Institutionen realistischer modellieren und empirisch untersuchen zu können. Mit solch komplementären Ansätzen in der Forschung lassen sich namentlich jene neuen Phänomene besser bewerten, die zunehmend das Interesse von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft finden.


Tatsächlich erfahren die Forschungsthemen des Instituts nicht nur in der wissenschaftlichen Diskussion wachsende Aufmerksamkeit, sondern bewegen auch im politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Dazu trägt eine Vielzahl von Faktoren bei, wie etwa die rasch fortschreitende Digitalisierung oder die Öffnung von Kreations- und Innovationsprozessen (Schlagworte dafür sind beispielsweise „User Generated Content“ oder „Open Innovation“).


Das verbreiterte Methodenspektrum des Instituts erlaubt es, sich veränderten Rahmenbedingungen in Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft anzupassen. Dies ist umso wichtiger, als der Ruf nach einer evidenzbasierten Beratung durch die Wissenschaft in der Politik in jüngerer Zeit immer lauter wurde: Datengestützte Analysen sollen kausale Zusammenhänge beleuchten und Korrelationen aufzeigen, die durch eine Vielzahl von Effekten hervorgerufen werden. Gerade im Hinblick auf mögliche Anpassungen der Rechtsgrundlagen kann die neue wirtschaftswissenschaftliche Abteilung des Instituts die Forschung damit wesentlich unterstützen. Beispielsweise sollen in einem Experimentallabor grundlegende Motive für Innovation und Determinanten von Kreativität untersucht werden. Außerdem können Feldexperimente eingesetzt werden, um belastbare Grundlagen für Handlungsempfehlungen an die Politik zu entwickeln.


Eine weitere zentrale Aufgabe des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb liegt in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nach Abschluss des Universitätsstudiums. Mit seiner einmaligen Infrastruktur und seinen Fördermöglichkeiten zieht es jährlich über 100 junge Wissenschaftler aus der ganzen Welt an, vornehmlich Doktoranden, aber auch viele Forscher, die sich auf eine universitäre Karriere vorbereiten. Zudem wird eine große Zahl Gastwissenschaftler betreut, die sich in der weltweit führenden Bibliothek auf den Gebieten des Instituts ihren Recherchen und Forschungsprojekten widmen können.


Einen wichtigen und vor allem auch praxisrelevanten Beitrag leistet zudem das Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC). Hier bietet das Institut in einem internationalen Netzwerk mit Partneruniversitäten einen mit weltweit renommierten Hochschullehrern besetzten und vollständig in englischer Sprache geführten LL.M.-Studiengang mit Schwerpunkt im IP-Recht an.

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